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IndividualsoftwareVeröffentlicht 15. September 20269 Min. Lesezeit

B2B-Händlerportale: Wie Großhändler und Hersteller Bestellungen per Telefon und E-Mail ablösen

Fragen Sie einen Distributor, wie Bestellungen eingehen, lautet die Antwort meist „überall“: ein Anruf beim Außendienst, ein WhatsApp-Foto einer handgeschriebenen Liste, eine E-Mail mit Excel-Tabelle. Jede Bestellung wird dann ins ERP übertragen, der Bestand hinterher geprüft, und der Preis ist der, an den sich der Vertriebler erinnert hat.

Ein B2B-Händlerportal ist ein geschlossenes Bestellsystem, in dem sich jeder Kunde anmeldet, seine eigenen Preise und Konditionen sieht, aus dem Live-Bestand bestellt und Rechnungen sowie Lieferungen verfolgt. Es sieht aus wie ein Webshop, folgt aber völlig anderen Regeln. Dieser Leitfaden erklärt diese Regeln und wie Sie ein Portal einführen, ohne den Vertrieb zu stören.

Was B2B-Bestellungen vom Webshop unterscheidet

Kundenspezifische Preise: Jede Händlergruppe, Region oder Mengenstufe sieht ihre eigene Preisliste, mit Vertragspreisen, Staffeln und Aktionen automatisch angewendet. Kredit und Zahlungsziele: Das Portal zeigt Saldo, fällige Rechnungen und Kreditlimit und leitet Bestellungen über dem Limit zur Freigabe weiter, statt sie abzulehnen.

Einheitenlogik: Mindestbestellmengen, Karton- und Palettenvielfache, Teillieferungen und Rückstände. Freigabeworkflows: Bestellung → Vertriebsbestätigung → Lager → Rechnung, jeder Schritt für den Kunden sichtbar. Schnellbestellung: SKUs einfügen, letzte Bestellung wiederholen, Tabelle hochladen, Barcodes im Lager scannen.

Wer am meisten profitiert

Hersteller und Distributoren mit Händlernetz; Unternehmen mit wiederkehrenden Bestellungen vieler Artikel — Ersatzteile, Verpackung, Gastronomiebedarf, Baustoffe, Kosmetik, Textil; Firmen mit Außendienst, der Bestellungen beim Kunden auf dem Tablet aufnimmt; und Exporteure, deren ausländische Händler Preise in eigener Währung und Sprache brauchen.

Das Signal ist einfach: Verbringt Ihr Team den Tag damit, Bestellungen zu tippen statt zu gewinnen, rechnet sich das Portal allein durch die freigewordene Vertriebszeit.

Die Integration entscheidet

Ein Portal ohne ERP- oder Buchhaltungsintegration verschiebt das Abtippen nur auf einen anderen Bildschirm. Bestellungen, Kunden, Preise, Bestand und Rechnungen müssen in beide Richtungen synchronisiert werden: Das Portal liest Live-Bestand und Preise, das ERP erhält Bestellungen und meldet Rechnungs- und Versandstatus zurück.

Ergänzen Sie WhatsApp für das, was Händler ohnehin tun — die Nachricht „schick 50 Kartons X“ wird vom Vertriebler mit einem Klick zum Bestellentwurf, Bestätigungen und Lieferbenachrichtigungen gehen automatisch zurück. Der Kanal bleibt vertraut; der Prozess ist nicht mehr manuell.

Einführung ohne Störung

Beginnen Sie mit der Prozessanalyse: Händlergruppen, Preisregeln, Freigabeschritte, Integrationspunkte. Bereinigen Sie die Stammdaten — Katalog, Kundendaten, aktuelle Salden — bevor sie ins Portal gelangen. Starten Sie eine erste Version mit Bestellung, Preisen, Bestand und Kontoansicht bei einer Pilotgruppe wohlgesinnter Händler.

Dann Integrationen, Benachrichtigungen, Außendienstmodus und Reporting, gefolgt von einem stufenweisen Rollout mit Händlerschulung. Die meisten ersten Versionen gehen je nach Umfang innerhalb weniger Monate live; das Pilot-Feedback formt die nächsten Schritte.

B2B-Standardplattform oder Eigenentwicklung?

Sind Katalog und Preise einfach, ist eine B2B-Standardplattform ein schneller Start. Händlerspezifische Preise, Mehrlagerbestände, komplexe Freigaben und tiefe Integration in ein bestehendes ERP sprechen meist für eine Eigenentwicklung, die Ihnen gehört. Unser Artikel „Kaufen oder bauen“ führt durch den Drei-Jahres-Vergleich.

In der Praxis fahren viele Unternehmen beides: Die Standardbuchhaltung bleibt im Standardpaket; Portal, Außendienst-App und Händlererlebnis sind individuell, weil dort der Wettbewerbsvorteil liegt.

Das Wichtigste

  • Ein Händlerportal ist kein Webshop: Preise, Kredit, Einheiten und Freigaben folgen B2B-Regeln.
  • Beidseitige ERP-Integration macht den Unterschied zwischen Automatisierung und hübscherem Abtippen.
  • WhatsApp einbinden — Nachrichten in Bestellungen verwandeln, statt gegen die Gewohnheit zu kämpfen.
  • Mit wohlgesinnten Händlern pilotieren, Stammdaten vorher bereinigen, stufenweise ausrollen.

Zur ausführlichen Lösung:Individualsoftware (auf Englisch) →

Leistungen:Individualsoftware →

Antworten

Häufige Fragen

Die Akzeptanz folgt der Bequemlichkeit: letzte Bestellung wiederholen, Live-Bestand und WhatsApp-Benachrichtigungen machen das Portal schneller als einen Anruf. Ein Pilot mit kleiner Gruppe und umgesetztes Feedback beschleunigen das.

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